Subversive Achtsamkeit

Subversive Achtsamkeit ist eine Form der gesellschafts- und konsumkritischen Achtsamkeit. Manche Auslegungen von Achtsamkeit können den Eindruck erwecken, dass Stressvermeidung und Entschleunigung allein in der Verantwortung der betroffenen Personen liegen. Frei nach dem Motto: „Wer nicht richtig entspannen kann, macht etwas falsch.“

Bei subversiver Achtsamkeit geht es hingegen nicht um die Abwälzung der Verantwortung auf das Individuum, sondern immer wieder um ursächliche Faktoren wie soziale Ungerechtigkeit, Leistungsdruck und Existenzangst. Selbstfürsorge wird dabei als notwendige Selbstverteidigung gegen Stress definiert und nicht als Luxus oder unnötige Wellness betrachtet. Diese Form der Achtsamkeit ist eher politischer Protest und hat mit esoterischen Auslegungen von Achtsamkeit nichts gemein.

Geprägt wurde diese Definition vom Ein guter Plan-Autor Jan Lenarz. Der Begriff ist aber nicht markenrechtlich geschützt und kann ohne Verweise oder Quellenangabe verwendet werden.

über

Jan Lenarz ist Gründer und Geschäftsführer von Ein guter Plan. Er engagiert sich politisch für mentale Gesundheit und schreibt über Achtsamkeit, Depression und Burnout. Entspannen kann er trotz aller Expertise beim Thema Stressvermeidung am besten im Fitnessstudio und keiner weiß, was da schiefgelaufen ist. Jan arbeitet ehrenamtlich als Sanitäter und testet seine Gelassenheit z. B. im Rettungswagen auf den Straßen von Berlin.WebsiteInstagram

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