Vier wichtige Strategien für dein Ziel

Vier wichtige Strategien für dein Ziel
3. August 2016 Katharina Massmann
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In Eine gute Idee

Am Wochenende habe ich meinen Bachelor erhalten. Und habe einfach den Moment genossen. Früher war das anders: da hatte ich ständig den Kopf voll. Mit To Dos, Terminen, Gedanken über das aktuelle Geschehen in der Welt, meiner Arbeit, und den ganzen Hausarbeiten die ich irgendwo noch neben dem ganzen anderen Kram erledigen musste. Ich schaltete nie ab und gönnte mir kein Wochenende oder Feierabend.

Aus Angst, dass ich etwas vergessen würde, hatte ich so an die hundert Gedanken gleichzeitig im Kopf. Fürs Lernen wollte ich allerdings einen leeren Kopf haben. Also wartete ich auf den Augenblick, in dem ich nichts anderes mehr zu erledigen hatte. Nur kam der nie. Also versuchte ich, meine To Dos immer schneller abzuarbeiten. Bis es dann so weit kam, dass ich schon nach dem ersten Klingeln meines Weckers in meine E-Mails schaute. Dass das nicht gut endete, kannst du dir wahrscheinlich auch schon längst denken. Und trotzdem habe ich noch die Kurve gekratzt und mein Studium entspannt (samt der 5,4 Millionen gelesenen Wörter) abgeschlossen.

Unser Autor Ernst hat sich in seinem Leben auch oft mit Zielsetzung auseinandergesetzt. Und dabei gemerkt, dass viele nicht wissen, wie und wo sie anfangen sollen, sich dann während des Prozesses überarbeiten und völlig aus der Puste nicht mehr ans Ziel kommen. Deshalb schreib er jetzt ein interaktives Arbeitsbuch, das dir helfen und dich begleiten wird, achtsam und burnout-frei in drei Monaten dein Ziel zu erreichen.

Das Buch wird Ein gutes Ziel heißen und ab sofort kannst du auf dieser Webseite alle weiteren Infos dazu finden und dich in unseren Emailverteiler einschreiben. Schau doch mal vorbei. Du wirst es nicht bereuen.

Da es aber während meiner eigenen Krise noch kein so tolles Arbeitsbuch gab, musste ich ohne diese Hilfe meine eigenen Erkenntnisse zur achtsamen Zielsetzung entwickeln. Hier habe ich sie mal als Kurzform in vier Punkten zusammengefasst:

1) Die To Dos werden nie aufhören.

Irgendwas muss immer erledigt werden: einen leeren Kühlschrank füllen, das Badezimmer putzen, beim Stromanbieter anrufen oder bei einer guten Freundin melden. Mal ganz abgesehen von den ganzen To Dos, die durch Arbeit und/oder Studium entstehen. Es lohnt sich nicht, dagegen anzukämpfen. Denn es gehört einfach zum Leben dazu. Und ohne Herausforderungen wäre es ja auch langweilig.

2) Entrümpele deinen Kopf.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass es ungemein hilft, alles aufzuschreiben. Von simplen Sachen wie “Bad putzen” bis zu komplexeren Aufgaben wie “Hausarbeit aufschreiben”. Denn wenn es einmal aufgeschrieben ist, verschwindet auch die Angst, es zu vergessen. Dein Kopf muss also nicht mehr die Energie aufwenden, alle Gedanken festzuhalten. Das kann nämlich auch einfach dein guter Plan übernehmen. Dort haben wir dir ja auch die Getting Things Done (GTD) Methode von David Allen vorgestellt: Schreibe dir größere To Dos auf und zerhacke sie in kleine untergeordnete To Dos. So wird selbst die größte, scheinbar unüberwindbare Monsteraufgabe zu vielen kleinen handzahmen Erledigungen.

3) Einfach mal alles andere ausblocken.

Als ich akzeptiert hatte, dass die To Dos nie aufhören werden und ich meinen Kopf mithilfe von To Do Listen entrümpelt hatte, konnte ich mich viel leichter an die Arbeit machen. Was mir aber auch sehr half: ich habe mir Zeit für bestimmte Aufgaben geblockt und vorher im Kopf beschlossen, dass alles andere nun erstmal nicht wichtig war. Alles andere kann jetzt auch drei Stunden warten, während ich mich an einen wissenschaftlichen Artikel setze. Selbst das ungeputzte Bad.

4) Und ganz wichtig: Du musst erstmal gar nichts.

In den meisten Fällen geht die Welt nicht unter, wenn du nicht alles sofort erledigst und eine E-mail auch mal einen Tag unbeantwortet lässt. Und so sehr es manchmal gegen die eigene Intuition geht: feste Auszeiten festzulegen wird dir allgemein viel Arbeit und Energie sparen. Denn wenn du abends wirklich entspannst und ausschaltest, bist du am nächsten Tag frischer, machst weniger Fehler und bist auch schneller fertig. Wie bei der Zielsetzung ist es auch hier wichtig, dass du realistisch bleibst. Wer 50 Stunden die Woche arbeitet, kann sich nicht an einem Samstagnachmittag erholen und den Rest des Wochenendes arbeiten. 
Wie ist es bei dir? Hast du auch Erfahrungen mit zu vielen Gedanken im Kopf? Hat dir Ein guter Plan dabei weitergeholfen? Wenn du eigene Tipps hast, die du gerne hier mit anderen guten Planern teilen würdest, dann hinterlasse doch einen Kommentar. Vielleicht hilfst und veränderst du damit ja sogar das Leben eines anderen Menschen.

 

Katharina ist deutsche Britin und britische Deutsche. Nach 7 Jahren arbeiten und studieren in London hat sie sich nun für eine Weile zurück nach Deutschland verirrt. Hier textet sie für Ein guter Plan und übersetzt ihn auch ins Englische. Wenn sie das dann gerade nicht tut, hört sie wahrscheinlich ihr geliebtes BBC Radio 4, macht Photos oder tingelt mit ihrem Kindle in der Weltgeschichte herum und twittert unter @20sthredhead über ihr Leben.

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